Winterzeit - Vogelfütterung

Besonders in diesem Jahr mit klirrendem Frost und einer dicken Schneedecke, wie überall in Deutschland, sind die Vögel unserer Heimat, die nicht in den Süden fliegen, auf unsere Hilfe angewiesen. 

Die Blaumeise erkennt man an ihrem blauen "Käppi"

Man sollte sich am besten vorher informieren, wie und was gefüttert werden soll. Hier einige Regeln zur Winterfütterung: Wichtig!! Nur füttern, wenn es die Witterung erfordert, z. B. bei Schnee oder Frost. Sonst sollen unsere gefiederten Freunde das Futter selbst suchen,  dass die Natur ihnen bietet. Aber bei Minusgraden und einer langbleibenden Schneedecke, brauchen die munteren Gesellen uns. 

Achten sollte man bei einer Futterstelle, dass sie  geschützt ist, auch vor bösen Katzen. Und mit Glück kann man - unbemerkt, den possierlichen Tierchen beim Festmahl zusehen kann. Immer einen Teil auf den Boden oder in das Futterhäuschen für die Nichtturner wie Spatzen, Buch- oder Grünfinken, Feldsperlinge, Amseln, Rotkehlchen usw. 

Meisenringe und Knödel für die Blau-, Kohlmeisen, Tannenmeisen und die gesprenkelten Zeisige an die Bäume hängen, da die Spatzen, die oft in Scharen auftreten, die schwächeren und zarteren Meisenarten von den leicht erreichbaren Futterplätzen fortjagen.

Der Buchfink zeigt sich mal rot...

... und mal graurot, leicht zu verwechseln mit dem Rotkehlchen

 

Beim Rotkehlchen ist wirklich nur das "Kehlchen" rot

Dem Grünfink ist es kalt heute 

Der Erlenzeisig ist genau so ein guter Turner wie die Meisen, hat aber einen gesprenkelten Bauch und Rücken 

   

Kohlmeise am Meisenknödel, sie hat einen schwarzen Kopf und in der Brustmitte einen schwarzen Streifen

Ein kleiner Dompfaff-Schwarm zu Besuch 

Und was man da alles entdecken kann!! Wo man zuerst meint, das wären ja alles nur Spatzen, da verbergen sich bei genauerem "Gestaltsehen" oft buntschillernde Grünfinken, gesprenkelte Erlenzeisige oder rotbäuchige Buchfinken oder Rotkehlchen dahinter. Das macht natürlich besonders Spaß mit einem Fernrohr und einem ratsamen Buch, um die verschiedenen Arten zu identifizieren. 

Wenn man besonders viel Glück hat, kann man, wie es in unserem Garten passiert ist, einen kleinen Schwarm von Dompfaffen beobachten. Erst tippten wir auf Rotkehlchen. Aber die Größe und die auffallend leuchtend rosarote Unterseite der Männchen verrieten den Dompfaff oder Gimpel, wie er auch genannt wird. 

Zwei Dompfaff-Männchen im Februar 2008 in Kirchwalsede (Niedersachsen)

Foto: Leander Cordes

Herr (li.) und Frau Dompfaff

Besonders, in schneereichen Jahren tauchen sie in Ebereschenalleen, an Waldrändern, aber auch in Parkanlagen und Gärten auf. 

Die Gimpel ernähren sich von verschiedenen Samen und Beeren, im Frühjahr verschmähen sie auch Baumknospen nicht. Bei uns saßen sie Ende Februar auf einer Zierkirsche.

Wer prüfen möchte, ob er schon ein Vogelkenner ist, hier besonders für unsere jüngeren Surfer ein Vogelquiz

Viel Spaß mit unseren gefiederten Freunden wünscht das Team von "Vivasylt"

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